Im Auftrag des Klinikums rechts der Isar verhandelte BayernPatent mit der XVir Therapeutics GmbH erfolgreich einen Lizenzvertrag über die exklusive Lizenz an onkolytischen Viren zur Behandlung von resistenten Tumoren.

Die XVir Therapeutics GmbH hat vor kurzem ein umfangreiches Patentportfolio über onkolytische Viren und deren Verwendung zur Behandlung von Tumorerkrankungen von dem für die Technische Universität München handelnden Klinikum rechts der Isar einlizenziert. Die dem Patentportfolio zugrundeliegenden Erfindungen stammen von Dr. Per Sonne Holm, einem der Gründer von XVir Therapeutics GmbH, der sie im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Klinikum rechts der Isar am Institut für Experimentelle Onkologie und Therapieforschung entwickelt hatte. Die onkolytischen Viren erlauben infolge der Anwesenheit eines tumorzellspezifischen Faktors die selektive und spezifische Zerstörung von Tumorzellen. Gerade bei nicht mehr auf konventionellem Wege therapierbaren Tumoren, die gegen Chemo- und Strahlentherapie resistent sind, bieten diese Viren nun eine neue Möglichkeit der Behandlung. Onkolytische Viren erfahren zunehmend die Aufmerksamkeit der auf dem Gebiet der Tumortherapie tätigen Ärzte.
Dr. Per Sonne Holm, Geschäftsführer von XVir Therapeutics GmbH, äußerte sich zu dem Lizenzvertrag sehr positiv: "Mit der Einlizenzierung dieses Patentportfolios wird das eigene Patentportfolio von XVir Therapeutics GmbH auf eine noch breitere Basis gestellt, die es uns erlaubt, unsere Produkte der ersten und zweiten Generation patentrechtlich abzusichern." Dr. Detlef Eric Hinz von BayernPatent führte die Lizenzverhandlungen in enger Absprache mit der Rechtsabteilung des Klinikums rechts der Isar, die hier eigenständig für die Technische Universität München handelte: "Die XVir Therapeutics GmbH ist als eine Ausgründung aus dem Klinikum rechts der Isar der richtige Partner. Mit dem abgeschlossenen Lizenzvertrag werden die Rechte an den Erfindungen von Dr. Holm an das von ihm mitgegründete Unternehmen vergeben. Der Lizenzvertrag sieht Meilensteinzahlungen und umsatzabhängige Lizenzzahlungen vor. Damit stellt XVir Therapeutics GmbH ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Patentverwertung an den bayerischen Hochschulen dar."
Die Erfindungen zeigen, dass am Klinikum rechts der Isar als Universitätsklinikum wissenschaftliches Know-how, klinische Praxis und wirtschaftliche Führung auf hohem Niveau gebündelt sind und so innovative Entwicklungen möglich machen. Das Klinikum rechts der Isar begrüßt die Gründung der XVir Therapeutics GmbH und damit die bestmögliche wirtschaftliche Verwertung der Erfindungen. Im Rahmen der Lizenzverhandlungen wurde daher ein Weg gewählt, der die Entwicklung des jungen Unternehmens XVir Therapeutics GmbH maßgeblich unterstützen und gleichzeitig im Erfolgsfalle zu einer angemessenen Beteiligung der Technischen Universität München und damit des Klinikums rechts der Isar führen soll.
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* Über BayernPatent
Die Bayerische Hochschulpatentinitiative - wurde durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und durch die Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung (PST) initiiert. Inzwischen findet zur Finanzierung durch das Land Bayern eine Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Als eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland verfügt BayernPatent über zehn Erfinderberater an neun Standorten in ganz Bayern und acht Patentmanager im zentralen Patent- und Lizenzbüro welches an der Fraunhofer-Patentstelle in München angesiedelt ist.
Mit einem jährlichen Forschungsbudget von rund 1,5 Milliarden Euro und ihren ca. 16 000 Wissenschaftlern, die in patentrelevanten Bereichen arbeiten, stellen die Universitäten und Fachhochschulen den leistungsstärksten Innovationspool für Technologien des Freistaats Bayern dar.
Zur Zeit hält BayernPatent in seinem Portfolio mehr als 100 Patentfamilien. Hierbei sind alle wichtigen und wirtschaftlich relevanten Marktsegmente vertreten: Biotechnologie, Chemie, Physik, Elektronik, Maschinenbau, Informationstechnologien, Werkstoffwissenschaften und Medizintechnik. Die aktuellen Technologieangebote sind unter www.bayernpatent.de zu finden.
Weitere wissenschaftliche Gruppen werden an der Fraunhofer-Patentstelle PST betreut. Diese Technologietransfer-Einrichtungen sind das Büro für Technologietransfer im Nationalen Genomforschungsnetz (TT-NGFN) und die Patentverwertungsagentur ForschungsPatent, die bundesweit zahlreiche Forschungseinrichtungen und Kliniken betreuen (http://www.pst.fraunhofer.de).
* Über XVir Therapeutics GmbH
Das Unternehmen entwickelt Medikamente auf der Grundlage onkolytischer Viren zur Behandlung von Tumorerkrankungen. Der diesen Medikamenten zugrundeliegende Mechanismus erlaubt ihren Einsatz bei der Therapie verschiedenster Tumoridentitäten, insbesondere auch bei "austherapierten" Patienten, sowie in Ergänzung zu den klassischen Therapieansätzen der Radio- und Chemotherapie.
XVir Therapeutics GmbH wurde im Mai 2004 von Herrn Dr. Per Sonne Holm, der als Geschäftsführer der XVir Therpeutics GmbH tätig ist, sowie Herrn Univ. Prof. Dr. med. Bernd Gänsbacher, Direktor des Instituts für Exp. Onkologie und Therapieforschung der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar, und Herrn Univ. Prof. Dr. med. Manfred Dietel, Direktor des Instituts für Pathologie, Universitätsklinikum Charité, Berlin, mit Unterstützung der TransConnect Corporate Finance Beratungs GmbH gegründet.
* Über TransConnect
Die inhabergeführte Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft leistet seit Jahren Management-Unterstützung in Form von Strukturierungs- und Organisationsberatung. Zum Teil stellt sie auch Finanzierungsleistungen zur Verfügung - durch die Aufbringung von Eigenkapital oder anderen Finanzierungsfaszilitäten für erfolgversprechende und zukunftsgerichtete Technologiegesellschaften im Gründungs- bzw. Start-up-Stadium.
TransConnect verwaltet inzwischen auch ein Portfolio mehrerer erfolgversprechender Unternehmen im Life-science- und Health-care-Sektor und blickt in diesem Sektor bereits auf einen erfolgreichen Track-record zurück.